in Holland für einen holländischen Eigner (Name unbekannt) gebaut.
Länge 24 Meter, Breite 5 Meter, Tiefgang 1,5 Meter
Nach Erzählungen segelte der Eigentümer von Holland nach Swinemünde.
Das Schiff lief auf Grund und wurde vom Eigentümer aufgegeben und verlassen.
Später wurde es geborgen und als Kohlenschute in Swinemünde-Wollin genutzt.
Herr Bracke kaufte das Schiff und reparierte es. Da die Transportkapazität des
Schiffes für Herrn Bracke zu gering wurde, verkaufte er es 1930.
Herr Woserow aus Usedom kaufte das Schiff, welches inzwischen "Johannes" hiess
und befuhr damit zusammen mit seinem Sohn die Ostsee und Boddengewässer.
Die "Johannes" wird beim Bombenangriff auf Swinemünde stark beschädigt
In der Bordwand klafften durch Granatsplitter verursachte faustgrosse Löcher. Herr
Woserow dichtete diese notdürftig ab, so dass das Schiff nicht sinken konnte.
Später wurde es in einer Werft wieder repariert.
Herr Willi Ritzerow kaufte die "Johannes" und meldete das Schiff in
Ückermünde an.
wurde die "Johannes" ins Binnenschiffsregister eingetragen und bekam einen
zweiten Namen. Nun hiess es "Johannes Helga" und befuhr neben Ostsee und Bodden
wegen seines geringen Tiefgangs auch Binnengewäs- ser und Flüsse. In den
60iger Jahren machte das Schiff auch oft im Lauterbacher Hafen fest, um Ladung zu
löschen und neue an Bord zu nehmen. Die "Johannes Helga" transportierte
Steine, Dünger, Getreide und andere Güter, u.a Baustoffe für die
Regierungsinsel Vilm. Der Schiffseigner Herr Ritzerow war beim damaligen Hafenmeister
Herr Kienas sehr gut bekannt.
verkaufte Herr Willi Ritzerow die "Johannes Helga" wegen zu geringer
Aufträge und zu hoher Kosten. Neue Eigentümer wurden die Nationalen
Forschungs- und Gedenkstätten Weimar. Sie tauften das Schiff auf den heutigen Namen
"Johanna Renate" um und legten sie in Seedorf an Land. Die NFG Weimar wollte
das Schiff als Museumsschiff nutzen. Dies war später nicht der Fall.
wurde die "Johanna Renate" von der NFG Weimar als Wohnschiff in Seedorf genutzt.
verkaufte die NFG Weimar nach längeren Verhandlungen dieses und drei weitere Schiffe an
Herrn Prof. Dr. Bach vom Museumshafen Greifswald. Da aber die Kassen des Museumshafens
leer waren, wurden die Schiffe auf Eigenverantwortliche des Vereins übertragen. So
gelangte die "Johanna Renate" in den Besitz von Herrn Udo Söder.
Verhandlungen über den Verkauf des Schiffes wurden von Herrn Jörg Engelbrecht
mit Herrn Söder aufgenommen. Dieser will die "Johanna Renate" im
Lauterbacher Hafen als technisches Denkmal der Nachwelt erhalten. Das Schiff wird im
Oktober von Herrn Jörg Engelbrecht erworben.
wurde das Schiff als Denkmal in die Denkmalliste des Landes Mecklenburg-Vorpommern
aufgenommen. Im Juli gründete sich der Hafen- und Traditions-Förderverein
Lauterbach e.V. und übernahm den Lastensegler zur Nutzung.
wurde unter anderem Fördermitteln des Landesamtes für Denkmalpflege M⁄V
das Unterwasserschiff rekonstruiert.
Auf Bergungsrollen erfolgte der 2. Stapellauf der "Johanna Renate" in Seedorf.