Die Geschichte des Lastenseglers "Johanna Renate"
Diese Angaben wurden von Zeitzeugen übermittelt, da es nur wenig Unterlagen über das Schiff gab. Es handelt sich um Söhne und Töchter der früheren Eigentümer, die die genauen Daten über dieses Schiff lieferten und sehr daran interessiert sind, dass dieses schöne Segelschiff wieder hergestellt und erhalten wird.
Historische Daten:
1906
1908 - 1909
1912
1930 - 1931
1945
1958
1959
1969
1969 - 1993
1993
2003
2004
2005-2006
08.06.2007
in Holland für einen holländischen Eigner (Name unbekannt) gebaut.
Länge 24 Meter, Breite 5 Meter, Tiefgang 1,5 Meter
Nach Erzählungen segelte der Eigentümer von Holland nach Swinemünde. Das Schiff lief auf Grund und wurde vom Eigentümer aufgegeben und verlassen. Später wurde es geborgen und als Kohlenschute in Swinemünde-Wollin genutzt.
Herr Bracke kaufte das Schiff und reparierte es. Da die Transportkapazität des Schiffes für Herrn Bracke zu gering wurde, verkaufte er es 1930.
Herr Woserow aus Usedom kaufte das Schiff, welches inzwischen "Johannes" hiess und befuhr damit zusammen mit seinem Sohn die Ostsee und Boddengewässer.
Die "Johannes" wird beim Bombenangriff auf Swinemünde stark beschädigt In der Bordwand klafften durch Granatsplitter verursachte faustgrosse Löcher. Herr Woserow dichtete diese notdürftig ab, so dass das Schiff nicht sinken konnte. Später wurde es in einer Werft wieder repariert.
Herr Willi Ritzerow kaufte die "Johannes" und meldete das Schiff in Ückermünde an.
wurde die "Johannes" ins Binnenschiffsregister eingetragen und bekam einen zweiten Namen. Nun hiess es "Johannes Helga" und befuhr neben Ostsee und Bodden wegen seines geringen Tiefgangs auch Binnengewäs- ser und Flüsse. In den 60iger Jahren machte das Schiff auch oft im Lauterbacher Hafen fest, um Ladung zu löschen und neue an Bord zu nehmen. Die "Johannes Helga" transportierte Steine, Dünger, Getreide und andere Güter, u.a Baustoffe für die Regierungsinsel Vilm. Der Schiffseigner Herr Ritzerow war beim damaligen Hafenmeister Herr Kienas sehr gut bekannt.
verkaufte Herr Willi Ritzerow die "Johannes Helga" wegen zu geringer Aufträge und zu hoher Kosten. Neue Eigentümer wurden die Nationalen Forschungs- und Gedenkstätten Weimar. Sie tauften das Schiff auf den heutigen Namen "Johanna Renate" um und legten sie in Seedorf an Land. Die NFG Weimar wollte das Schiff als Museumsschiff nutzen. Dies war später nicht der Fall.
wurde die "Johanna Renate" von der NFG Weimar als Wohnschiff in Seedorf genutzt.
verkaufte die NFG Weimar nach längeren Verhandlungen dieses und drei weitere Schiffe an Herrn Prof. Dr. Bach vom Museumshafen Greifswald. Da aber die Kassen des Museumshafens leer waren, wurden die Schiffe auf Eigenverantwortliche des Vereins übertragen. So gelangte die "Johanna Renate" in den Besitz von Herrn Udo Söder.
Verhandlungen über den Verkauf des Schiffes wurden von Herrn Jörg Engelbrecht mit Herrn Söder aufgenommen. Dieser will die "Johanna Renate" im Lauterbacher Hafen als technisches Denkmal der Nachwelt erhalten. Das Schiff wird im Oktober von Herrn Jörg Engelbrecht erworben.
wurde das Schiff als Denkmal in die Denkmalliste des Landes Mecklenburg-Vorpommern aufgenommen. Im Juli gründete sich der Hafen- und Traditions-Förderverein Lauterbach e.V. und übernahm den Lastensegler zur Nutzung.
wurde unter anderem Fördermitteln des Landesamtes für Denkmalpflege M⁄V das Unterwasserschiff rekonstruiert.
Auf Bergungsrollen erfolgte der 2. Stapellauf der "Johanna Renate" in Seedorf.